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NewsInhaltsübersichtBuben und Lesen

Buben und Lesen (vorläufig noch eine Projektidee)

Ein Projekt, das Lehrkräften und Eltern helfen soll, Buben lustvoll zum Lesen zu animieren und am Lesen zu halten.

Das Netzwerk Schulische Bubenarbeit ist dabei, ein neues Projekt zu lancieren. Eine Arbeitsgruppe des Vorstandes hat eine Projektskizze verfasst, Auszüge daraus finden Sie auf dieser Seite. Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit dem "Kompetenzzentrum Forschung, Entwicklung und andere Dienstleistungen" der Pädagogischen Hochschule Rorschach. Wir sind dabei, Kontakte zu weiteren möglichen Partnerorganisationen zu knüpfen und ein Gesuch für gezieltes Fundraising zu erarbeiten.

Auszüge aus der Projektskizze:

Das Projekt soll die Buben dort abholen, wo sie stehen; es macht erlebbar, dass das Lesen in vielfältiger Form im Jungenalltag auftritt und Teil des Lebens ist. Das Projekt hat verschiedene, nachhaltig positive Wirkungen: zum Ersten soll es essentielle Sachkompetenzen steigern und damit die künftigen Berufsperspektiven der Buben verbessern. Dies hat letztlich zum Ziel, dass sich weniger Schüler innerlich aus dem Schulbetrieb zurückziehen. Weiter steigert das Lesen auch die Selbstkompetenzen der Buben: Lesen bildet und schafft neue, andere Zugänge zur Welt und zu sich selber. Auch davon profitieren die Buben und ihr Umfeld. So führt das Projekt auch in die Richtung, dass die Buben sich eher in „positiven“ Bereichen profilieren, statt durch Gewalttätigkeit, Vandalismus oder Passivität aufzufallen.

Ziele des Projekts
- Bereitstellung von Forschungsresultaten zur geschlechtsspezifischen Lesesozialisation.
- Lehrkräfte und Eltern sind informiert und sensibilisiert darüber, was Buben gerne lesen und welche bubenspezifischen Leseinteressen und –bedürfnisse es gibt.
- Lehrkräfte und Eltern dabei unterstützen, Buben zum Lesen zu bringen und am Lesen zu halten.
- „Lesen“ als wichtige, zukunftsträchtige und (auch) männliche Kulturtechnik in den Köpfen der Jungs verankern
- Praktisch umsetzbare Materialien und Module produzieren, welche die verschiedenen erwähnten Risikofaktoren angemessen berücksichtigen.
- Evaluation der Wirksamkeit dieser Materialien in Zusammenarbeit mit einer interessierten Pädagogischen Hochschule.

Zielgruppen
Die von uns vorgeschlagenen Massnahmen wenden sich primär an Sprach-Lehrkräfte von Buben in der obligatorischen Schulzeit. Dabei unterscheiden wir folgende Altersstufen:
- Kindergarten/Unterstufe/Grundstufe/Basisstufe: "Frechdachs Leseratte"
- Mittelstufe: "Lesebub"
- Oberstufe: "Alle Mann ans Buch"

Die wirksamste und früheste Instanz der Lesesozialisation ist die Familie. Deshalb richten sich diese Massnahmen und Materialien sekundär auch an Eltern und andere Erziehungsbe-rechtigte – und insbesondere die Männer unter ihnen. Eine männliche Bezugsperson, die begeistert liest und vorliest, kann die Botschaft, dass Lesen auch eine typisch männliche Tätigkeit ist, die Spass macht, nachhaltig im Leben eines Buben verankern.


Mögliche Angebote, Produkte und Materialien
Wir schlagen ein Paket von parallel wirkenden Produkten und Materialien vor, um ein breites Echo beim Zielpublikum zu ermöglichen:

1. Forschung zu einer wirksamen Leseförderung für Buben initiieren

2. Komprimierte Information zum Thema „Buben und Lesen“

3. Projekt „Effet“ zur Leseförderung von Knaben zwischen 6 und 15
Die Federführung des Projekts „Effet“ liegt bei der Pädagogischen Hochschule Rorschach. In Zusammenarbeit mit dem NWSB und wenn möglich einer österreichischen Partnerorgani-sation wird im Rahmen dieses Projekts im Umfeld der Fussballeuropameisterschaften 2008 in der Schweiz und Österreich ein regelmässig erscheinendes Themenmagazin herausgege-ben, das Väter und ihre Söhne zum Lesen animieren soll. Das Projekt „Effet“ wird wissen-schaftlich begleitet und evaluiert.

4. Posterserie: männliche Vorbilder zeigen sich mit ihrem Lieblingsbuch

5. Beratung/Coaching/Projektbegleitung

6. Aus-/Weiterbildungsmodul resp. Fachkurs

Mögliche Partnerorganisationen
NWSB sucht geeignete Partnerorganisationen bzw. Sponsoren, die sich gemeinsam für die geschlechtsspezifische Leseförderung durch dieses Projekt einsetzen möchten. Wir sind dabei, Kontakte zu möglichen Partnerorganisationen zu knüpfen und ein Gesuch für gezieltes Fundraising zu erarbeiten.
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Für weitere Informationen und Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle.

Der Buchtipp zum Thema: www.warumjungennichtmehrlesen.de

Weitere Downloads zum Thema:
Referat von Christine Garbe (pdf, 288 KB)
Referat von Anette Kliewer (pdf, 48 KB)
Untersuchung von Bischof/Heidtmann (pdf, 128 KB)